Afrika 2014 / 12

Tag elf
Das Frühstück schließt in Qualität und Service leider direkt an das Abendessen an. Mehr braucht man darüber gar nicht zu schreiben. Wir beschließen einen Ruhetag einzulegen und verzichten vormittags auf alle Aktivitäten. Schliesslich sind die Räumlichkeiten so wunderbar, dass man das auch mal geniessen muss. Und während Frau Mendweg vor dem Zimmer sitzt und die Berichtet tippt, dringt ein leichtes Schnarchen aus dem Zimmer an ihr Ohr – um kurz nach elf Uhr am Vormittag.
(Anmerkung Herr Mendweg: Ich habe Urlaub!)

Um vier Uhr beenden wir unseren Ruhetag und gehen auf eine kleine Bootstour. Joseph unser Bootsführer fährt mit uns ein Stück den Okawango rauf. Wir sehen kleine Krokodile, Seeadler, Nilpferde.
Da der Okawango hier ein Grenzfluß ist, ist auf der einen Flußseite Namibia, auf der andern Seite Angola. Beide Seiten betreiben hier einen regen Fluß-Grenz-Verkehr. Wir erfahren von Joseph, dass die Kinder aus Angola in Namibia zur Schule gehen. Sie setzen jeden Morgen mit einem kleinen Boot über. In Namibia gibt es mehr Schulen. Auch arbeiten viele Leute aus Angola in Namibia. Und das alles ohne große Grenzformalitäten. Nur noch mal zur Erinnerung – Angola hatte 27 Jahre lang Bürgerkrieg und es gab einen brutalen Stellvertreterkrieg (Kuba, Russland, Angola gegen Südafrika, USA, Namibia mit der entscheidenden Schlacht 1988 in Quito Cuanavale in dessen Folge Kuba aus Angola abzog und Südafrika aus Namibia. Wie wunderbar, dass selbst Menschen in ihrer unendlichen Dummheit es nicht schaffen solch ein Paradies zu vernichten und irgendwann Vernunft einkehrt. Kinder die in die Schule gehen, sind sicherlich der beste Weg in eine intelligente Zukunft.

Wir sehen das Leben auf beiden Flußseiten. Frauen waschen Wäsche, Mit Ochsen wird Wasser vom Fluss geholt und auch die abendlichen Badriutale werden am Flussufer erledigt. Wir genießen unseren Sundowner und sehen zum Schluß auch noch Elefanten auf der Angolanischen Seite die sich mit Schlamm bespritzen.

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BaobabOkavango

ElephantsOkavango

Hypo

Kingfischer
Graufischer (Ceryle rudis) bei der Jagd.

SundownOkawango

Eine wunderschöne ruhige Bootsfahrt und Afrika wie wir es uns vorgestellt und gewünscht haben.

Das Abendessen ist um Längen besser als gestern. Wir lernen auch am Lagerfeuer Dirk kennen, der seit 18 Jahren in Swakopmund lebt und von dort Individualreisen organisiert. Er fährt mit maximal 3 Personen mit seinem Nissan Patron dort hin, wo eben keine Billigreisenbusse hinfahren. Von ihm erfahren wir auch dass Angola, Sambia und Simbabwe kein Problem sind – natürlich vorausgesetzt man kennt sich aus und verhält sich richtig. Wer mit Dirk reisen möchte: www.indiri-tours.de

Und jetzt müssen wir auch ein wenig unsere Meinung revidieren: wir haben uns noch mal mit der Riverdance Lodge und dem Gedanken der dahintersteckt auseinandergesetzt. Tino und Karin haben die Lodge in vier Jahren mit Hilfe der Einheimischen aufgebaut. Und für uns sieht es so aus, als ob Sie sich ganz bewusst aus dem Tagesgeschäft so weit als möglich raushalten. Für uns macht es nach längerem Überlegen den Eindruck, als ob die Beiden eben gerade nicht den Chef spielen wollen, sondern geben die Verantwortung an die Einheimischen ab. Dass dann nicht immer alles so gewohnt perfekt abläuft, mag man verstehen und dann auch einfach akzeptieren.

Schlafen können wir auf jeden Fall wunderbar.

Nachtrag: zwei Tage später stellt Frau Mendweg fest, dass Sie einen Beutel mit diversen persönlichen Dingen in der Riverdance Lodge vergessen hat. Es genügt eine Email und Karin von Riverdance sichert mir schnelle Hilfe zu. Sie veranlasst, dass bei unserer Rückkehr in Windhoek der Beutel dort im Hotel schon auf uns wartet. Das ganze kostenlos. DAS nenne ich einen tollen Service und Frau Mendweg wird sich überlegen wie Sie sich hier revanchieren kann. Wir haben da auch schon eine Idee.

mendweg Verfasst von:

9 Kommentare

  1. Oktober 8
    Antworten

    Das sind wieder klasse Fotos! Vor allem die mit der Abendsonne – einfach der Hammer http://www.mendweg.com/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_good.gif

    • mendweg
      Oktober 8
      Antworten

      Vielen Dank Frau Rabenhaushttp://www.mendweg.com/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_good.gif – solche Fotos lassen sich in Afrika ziemlich leicht machen. Problem ist nur dass der Sonnenuntergang extrem schnell ist und man den richtigen Zeitpunkt erwischen muss

    • mendweg
      Oktober 9
      Antworten

      In Kürze veröffentlichen

      Heute, 19:16 Afrika 2014 / 13

      http://www.mendweg.com/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_bye.gif

  2. unbemerkt
    Oktober 9
    Antworten

    Hallo Herr Mendweg,

    Danke, Danke, Danke. You made mi day … allemal, bis ich bei unserem gemeinsamen Freund und Grammophon-DJ zum Kaffee einfliege. http://www.mendweg.com/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_wink.gif

    Mit Grüßen vom unbemerkten, welcher nun aber auf die Piste muß und heute Abend gleich wieder „aktualisiert“. http://www.mendweg.com/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_dreirad.gif

    • mendweg
      Oktober 9
      Antworten

      Lieber Herr Unbemerkt – viele Grüße an den Talking Machine DJ und viel Erfolg beim Transport des Tisches!http://www.mendweg.com/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_good.gif

  3. Anja
    Oktober 9
    Antworten

    Fernwehsehnsuchtsfotos – einfach nur wunderschoen.

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