Seit etwa einem dreiviertel Jahr wissen wir dass unsere Labradorine schwere Hüftdisplasie hat – kurz: die Hüftgelenke sind hin. Seitdem lebt Kaba mit Schmerzmitteln und wer sie über die Felder fetzen oder im Wald Äste schleppen sieht ahnt nichts davon.

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Aber natürlich war das nur geschenkte – oder sagen wir lieber mit Schmerzmitteln gekaufte – Zeit, denn eine Entscheidung musste her.
Man kann in so einem Fall vereinfacht gesagt den Hund mit Schmerzmitteln still stellen bis es nicht mehr geht und dann einschläfern, die Nerven durchtrennen lassen bis es nicht mehr geht und dann einschläfern oder ein künstliches Hüftgelenk „verbauen“ lassen.

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Kostenpunkt: für ein künstliches Hüftgelenk mit Nachversorgung rund 3.000 €

„Boa – das ist ja ein kompletter Urlaub!“ habe ich in der letzten Zeit öfter gehört, aber wir könnten diesen Urlaub nicht geniessen wenn wir dafür unseren Hund einschläfern müssten.

Also ging es am Donnerstag in die Tierklinik, wo in einer etwa zweistündigen OP unsere Kaba auf der linken Seite ein sog. „Schweizer Hüftgelenk“ aus Titan mit einer PU-Lauffläche eingesetzt bekommen hat. Für andere Betroffene – wir haben schrauben lassen und nicht zementiert.

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Die Aufwachphase hat dann doch gut vier Stunden gedauert aber sie hat es erstaunlich gut überstanden.

So gut dass sie am nächsten Tag schon wieder laufen konnte – natürlich ständig von uns eingebremst, denn das Ganze muss jetzt mit den Knochen verwachsen.

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Hassen wird sie uns sicherlich wegen dem Zirkusoutfit, aber irgendwie müssen wir verhindern dass sie an der Wunde kratzt oder leckt.

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Und so sieht das Titan-Tuning aus:

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16 thoughts on “Tune the dog

  1. Hey,
    das sind ja mal gute Nachrichten. Und die Schraubversion soll TOP sein.

    Aber mal ehrlich: ne andere Boxershort hätte es ja schon sein können, oder? :whistle:

    Dann mal weiter gute Besserung!!

    1. :-) Lange Unterhose aus Kindertagen des Juniors. Diese Grausamkeit hat ihren Ursprung bei Frau Mendweg ;-)

  2. Wie alt ist sie eigentlich? So recht jung schaut sie ja nicht mehr aus, oder täuscht das nur? Und dafür hat sie die schwere OP echt gut überstanden.

    Ist immer so eine Sache, bei ärztlichen Kosten bei einem Tier. Manch einer sagt, boah ist das viel Geld, und resümiert was man da mit alles schönes hätte machen können.
    Aber man vergisst, das es sich um ein Familienmitglied handelt, und das einfach so einschläfern lassen? Schade das bei solchen Vorkommnissen meist nur der Geldbeutel entscheidet. Nicht jeder kann sich so einen Eingriff bei seinem Tier leisten.
    Ihr werdet es hoffentlich nicht bereuen.

    1. Kaba ist sechs Jahre, hat also hoffentlich noch viele glückliche Jahre. Man muss dazu erwähnen, dass wir Kaba in den USA von der Tierrettung übernommen haben. Zu dem Zeitpunkt hat sie aus Angst jeden gebissen, kannte nur den Garten ihrer Vorbesitzer und wurde wenn diese weggegangen sind in den Keller gesperrt. Heute ist sie ein treuer und glücklicher Schmusehund der überglücklich über bayerische Felder düst und sein Paradies gefunden hat. Nur vor dem Keller hat sie noch immer Angst, aber da muss sie ja auch nie wieder hin ;-)

  3. Wie viel Geld jemand in die medizinische Versorgung seines Tieres steckt, sollte jedem selbst überlassen bleiben. Und wie hatte es der kleine Goth gesagt, als es unserem Kasperle seines Zeichens Zwergkanichen nicht gut ging: „Wir können den doch jetzt nicht einfach einschläfern lassen, nur weil er krank ist… so wie man ein Spielzeug wegwirft, das kaputt ist!“ Gut, das Kasperle hat es dann leider doch nicht geschafft – aber ich trauere keinem Cent nach, den wir in seine medizinische Versorgung gesteckt haben.

    Ich wünsche Kaba eine gute und vor allem schnelle Genesung. Und ich finde die schicke Hose zum Schreien schön :love:

    1. Vielen Dank, leider musste jetzt doch statt Hose so ein Halskragen drum :-(

  4. Ich kann euch gut verstehen, für meinen Kimba (und natürlich ebenso für die Gesundheit meiner menschlichen Familie) wäre mir kein Preis zu hoch. Gute Besserung!

  5. Eine gute Entscheidung. Es gibt ja doch noch Menschen, die so menschlich handeln. In letzter Zeit habe ich hier viele Geschichten gehört, die das gegenteil erzählen…

    1. Ich weiss nicht ob „Menschlichkeit“ heutzutage wirklich noch etwas Positives ist….

  6. Ich habe nichts für Haustiere übrig. Ein Haustier passt einfach nicht in mein Leben. Aber ich kann eure Entscheidung sehr gut verstehen und finde sie wirklich super!!!

  7. Gute Besserung der Süßen :)

    Ich hab zwar (noch) keinen Hund, aber ich kann mich in Euch reinversetzen. Wenn schon, dann mit allen Konsequenzen. Außerdem ist das doch dann schon ein echtes Familienmitglied!

    Aber diese Hosen… :lol:

    1. Dankeschön. Natürlich wird ein solches Tier (egal ob Katze oder Hund) zum Familienmitglied. Es lebt mit Dir, kommuniziert mit Dir, lernt Deine Gefühle zu spüren und darauf zu reagieren, aber weil es nie genau sagen kann was los ist, ist es viel Schutzbedürftiger und noch mehr Verantwortung, weil es Dir die Verantwortung überträgt.

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